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Boitzenburg Klosterort und Herrensitz

Schloss Boitzenburg

boitzenburg
Das renovierte Schloss erstrahlt in majestätischer Schönheit
Im Schlosspark, der nach Plänen von Lenné umgestaltet wurde,
steht ein klassizistischer Gedächtnistempel

1276 wurde dieser Herrensitz erstmals erwähnt. Boitzenburg war von 1528 bis 1945 Stammsitz der Familie von Arnim, ein Adelsgeschlecht welches die historische Entwicklung der Uckermark maßgeblich mit beeinflußt hat. Der Brandenburgische Rat Hans von Arnim hatte sein Schloss in Zehdenick mit Kurfürst Joachim I. getauscht. Der Übertritt Kurfürst Joachim II. zum lutherischen Glauben (1539) ermöglichte den Arnims die Güter des in Boitzenburg ansässigen Zisterzienserklosters vom Landherren für 3500 Gulden zu übernehmen und damit einen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Region zu nehmen. Vom ursprünglichen, Ende des 16. Jahrhunderts errichteten Renaissancebau sind nur noch Teile erhalten. Das Schloss wurde mehrmals um- und ausgebaut und zählt bis heute mit zu den schönsten Schlössern in Brandenburg. Es liegt auf einer Insel inmitten eines Landschaftsparks. Von Lenné wurde der ehemals barocke Schlosspark zu einem englischen Landschaftspark erweitert. Der Gedächtnistempel im klassizistischen Stil wurde von Carl Gotthard Langshans entworfen. In der Vergangenheit hat der Park jedoch stark gelitten.

Boitzenburg_See

2003 fand die Eröffnung von Schloss und Familienhotel Boitzenburg statt. Es verfügt über 350 Betten - vor allen für Familien und Kinder. Außerdem werden Sa. und So. Führungen angeboten. Es ist das vierte Pony-Schloss einer Agentur, die sich auf Ferien- und Klassenreisen spezialisiert hat. Nähere Informationen hierzu siehe: www.afsreisen.de
Nicht weit vom Schloss entfernt liegt das Zisterzienserkloster, welches um 1280 gegründet wurde. Heute sind seine Überrreste nur noch als Ruine zu besichtigen. Hier im ehemaligen Jagdgarten Naturschutzgebiet "Boitzenburger Tiergarten" findet man den größten erhaltenen Bestand von Hudeeichen und eine intakte Wassermühle aus dem 16.Jahrhundert.1640 wurde das Fachwerktraufenhaus gebaut, welches heute noch im rechten Teil ein voll funktionsfähiges Mahlwerk der Wassermühle enthält. Erst 1978 stellte die Mühle, die bis dahin noch für die Produktion von Schrot genutzt wurde, ihre Arbeit ein. Weiteres zur Geschichte erfahren sie im Klostermühlenmuseum oder unter www.technikmuseen.de


Boitzenburg
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