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Kloster Zinna |
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Das Bistum des Erzbischofs von Magdeburg umfasste im 12. Jahrhundert
die heutigen Städte Luckenwalde, Jüterbog und Dahme. Während
südlich von Jüterbog in den fruchtbaren Gebieten des Niederen
Fläming die Flamen siedelten, gründete der Erzbischof Wichmann
von Magdeburg nördlich inmitten des Nuthesumpfes 1170 ein Männerkloster
der Zisterzienser, damit diese die Gegend nutzbar machten. Um 1230 erhielt
das Kloster alle Besitzungen auf dem Barnim inklusive der Kalksteinvorkommen
bei Rüdersdorf und deren Ausbeutung. Mit der wirtschaftlichen
Macht wuchs auch der politische Einfluss und die Mittlerrolle zwischen
den brandenburgischen Markgrafen und den Magdeburger Erzbischöfen.
1285 kaufte das Kloster die Stadt Luckenwalde nebst 11 umliegender
Dörfer. |
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Mit der Säkularisierung wurde 1553 das Kloster Zinna ebenfalls aufgelöst
und die Besitzungen gingen an die Landesherren über. Friedrich der Große gründete an der Stelle des Klosters die Stadt Zinna.
Die Mehrzahl der Klostergebäude wurde abgerissen und das Material
für den Hausbau verwendet. Der König siedelte hier Weber aus
der Oberlausitz an. Die Kirche blieb als das älteste Bauwerk
der Zisterzienser in Brandenburg erhalten. Im Gegensatz zu den anderen
Klosterkirchen ist sie vollständig aus Feldsteinen gebaut. Von den Klostergebäuden sind noch das Siechen- und Gästehaus
aus dem 14. Jahrhundert und das Abtshaus aus dem 15. Jahrhundert, in
dem sich das Heimatmuseum befindet, erhalten. Außerdem kann ein
Webermuseum und eine Schaudestille besichtigt werden, wo der der süße
Likör "Zinnaer Klosterbruder" nach den überlieferten
Rezepten hergestellt wird. Nicht nur die Gerätschaften sind sehenswert
und der Likör trinkenswert, es liegt auch eine wunderbar, würzig-süßer
Duft in der Luft. |
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