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Kloster Zinna |
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Das Bistum des Erzbischofs von Magdeburg umfasste im 12. Jahrhundert
die heutigen Städte Luckenwalde, Jüterbog und Dahme. Während
südlich von Jüterbog in den fruchtbaren Gebieten des Niederen
Fläming die Flamen siedelten, gründete der Erzbischof Wichmann
von Magdeburg nördlich inmitten des Nuthesumpfes 1170 ein Männerkloster
der Zisterzienser, damit diese die Gegend nutzbar machten. Aber erst
um 1220 beginnt ein wirtschaftlicher Aufschwung und um 1230 erhielt
das Kloster alle Besitzungen auf dem Barnim inclusive der Kalksteinvorkommen
bei Rüdersdorf und deren Ausbeutung. Mit der wirtschaftlichen
Macht wuchs auch der politische Einfluss und die Mittlerrolle, zwischen
den brandenburgischen Markgrafen und den Magdeburger Erzbischöfen.
1285 kaufte das Kloster die Stadt Luckenwalde nebst 11 umliegender
Dörfer. 1307 erreichte der Klosterbesitz mit ca. 300 km² seine
größte Ausdehnung, auch Jüterbog, Treuenbrietzen und
sämtliche Mühlen im Klosterland gehörten dazu. Über
ein Netz von Stadthöfen in Berlin, Strausberg, Jüterbog,
Treuenbrietzen und Wittenberg wurde Handel betrieben. Der Stadthof
in Jüterbog ist als Zeugnis zisterziensischer Handelstätigkeit
erhalten geblieben. Heute ist hier das Heimatmuseum untergebracht. |
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Mit der Säkularisierung wurde 1553 auch das Kloster Zinna aufgelöst
und die Besitzungen gingen an die Landesherren über. 1764 gründete
Friedrich der Große an der Stelle des Klosters die Stadt Zinna.
Die Mehrzahl der Klostergebäude wurde abgerissen und das Material
für den Hausbau verwendet. Der König siedelte hier Weber aus
der Oberlausitz an. Die Kirche blieb als das älteste erhaltene Bauwerk
der Zisterzienser in Brandenburg erhalten. Im Gegensatz zu den anderen
Klosterkirchen ist sie vollständig aus Feldsteinen gebaut. Sie wurde
als eine frühgotische kreuzförmige Pfeilerbasilika errichtet.
Von den Klostergebäuden sind noch das Siechen- und Gästehaus
aus dem 14. Jahrhundert und das Abtshaus aus dem 15. Jahrhundert, in
dem sich das Heimatmuseum befindet, erhalten. Außerdem kann ein
Webermuseum und eine Schaudestille besichtigt werden, wo der der süße
Likör "Zinnaer Klosterbruder" heute noch nach den herkömmlichen
Rezepten hergestellt wird. Nicht nur die Gerätschaften sind sehenswert
und der Likör trinkenswert, es liegt auch eine wunderbar, würzig-süßer
Duft in der Luft. |
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