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Cottbus |
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Cottbus ist mit 125000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Brandenburg. Schön ist in Cottbus vor allem die Altstadt umsäumt von begrünten Wall- und Befestigungsanlagen sowie die Parkanlagen - 1995 war Cottbus Veranstalter der Bundesgartenschau. Der BUGA - Park (Spreeauenpark) liegt südöstlich der Stad. Ein außergewöhnlich schöner und seltener Park ist der von Fürst Pückler geschaffene Branitzer Park, der zugleich die märchenhaft anmutende Geschichte einer schillernden, exentrischen und hochbegabten Persönlichkeit zeigt, wie sie im preußischen Deutschland wohl einmalig für Furore sorgte. Bereits im Jahr 1156 wurde Cottbus erstmals urkundlich erwähnt. Die ersten Bewohner der Region waren slawische Stämme, die 928/29 vom König Heinrich I. unterworfen. Im Mittelalter war Cottbus wichtiger Handelsplatz an der Salzstraße von Halle nach Schlesien und besaß gute Verbindungen zu den norddeutschen Küstenstädten. Anfang 15. Jahrhundert erhielten die Tuchmacher und die Leineweber Zunftrecht. Cottbuser Tuche waren bald in Böhmen, Sachsen und Brandenburg begehrt. Die Textilverarbeitung wurde zum wichtigsten Wirtschaftszweig in Cottbus und noch heute ist der Cottbuser Blaudruck berühmt. Feuerbrünste, die Pest und der Dreißigjährige Krieg wüteten in Cottbus ebenso wie anderen Ortes. Wirtschaftlichen Aufschwung brachten die Hugenotten, die 1701 in der Stadt eine französische Kolonie gründeten. Sie brachten neues Handwerk mit, wie die Seidenspinnerei, Strumpfwirkerei und Tabakherstellung. Im 19. und 20. Jahrhundert wurden die Braunkohlelager in der Gegend erschlossen, welche eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben der Stadt spielten. |
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Zu den bedeutensten Sehenswürdigkeiten von Cottbus
zählt die Oberkirche St. Nikolai am Markt der Altstadt. Die
dreischiffige Hallenkirche aus rotem Backstein wurde im 15. und 16. Jahrhundert
errichtet, ein Teil des Turmes stammt aus dem 12. Jahrhundert. Besonders
auffällig sind die zweigeschossigen Anbauten mit weißverzierten
Giebeln. Das alte Elektrizitätswerk von 1903 am Spreeufer,
ein bauliches Kunstwerk mit Türmchen und Zinnen. Am Altmarkt beeindruckt
die weithin geschlossene Bebauung. Stattliche Bürgerhäuser
mit reichem barocken Fassadenschmuck harmonieren mit schlichten Traufenhäusern.
Viele der Häuser mit aufwendig gestalteten Giebeln sind liebevoll
renoviert. Im Haus mit dem goldenen Löwen befindet sich seit 1573
die Löwen-Apotheke. Seit 1989 beherbergen die Räume das Niederlausitzer
Apothekenmuseum. Am Markt wurde 1991 der Marktbrunnen mit Darstellungen
aus der Cottbuser Stadtgeschichte aufgestellt. Das Staatstheater, 1908
eröffnet, ist ein Meisterwerk des Jugendstils. Vom 1290 gegründeten
Franziskanerkloster ist als einziges Bauwerk die Klosterkirche erhalten
geblieben. Reste der Stadtmauer sowie einige Türme sind von der
einstigen Stadtbefestigung erhalten, so der Münz-, der Mauer- sowie
der Spremberger Turm, der als das Wahrzeichen der Stadt gilt.
Der Spremberger Turm steht am Eingang zur Fußgängerzone Spremberger
Straße. Hier befindet sich auch das Landesmuseum für zeitgenössische
Kunst. |
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![]() Das alte Elektrizitätswerk |
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