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Cottbus

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Cottbus ist mit 125000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Brandenburg. Schön ist in Cottbus vor allem die Altstadt umsäumt von begrünten Wall- und Befestigungsanlagen sowie die Parkanlagen - 1995 war Cottbus Veranstalter der Bundesgartenschau. Der BUGA - Park (Spreeauenpark) liegt südöstlich der Stad. Ein außergewöhnlich schöner und seltener Park ist der von Fürst Pückler geschaffene Branitzer Park, der zugleich die märchenhaft anmutende Geschichte einer schillernden, exentrischen und hochbegabten Persönlichkeit zeigt, wie sie im preußischen Deutschland wohl einmalig für Furore sorgte.

Bereits im Jahr 1156 wurde Cottbus erstmals urkundlich erwähnt. Die ersten Bewohner der Region waren slawische Stämme, die 968 vom König Heinrich I. unterworfen und christianisiert wurden. Im Mittelalter war Cottbus wichtiger Handelsplatz an der Salzstraße von Halle nach Schlesien und besaß gute Verbindungen zu den norddeutschen Küstenstädten. Anfang 15. Jahrhundert erhielten die Tuchmacher und die Leineweber Zunftrecht. Cottbuser Tuche waren bald in Böhmen, Sachsen und Brandenburg begehrt. Die Textilverarbeitung wurde zum wichtigsten Wirtschaftszweig in Cottbus und noch heute ist der Cottbuser Blaudruck berühmt. Feuerbrünste, die Pest und der Dreißigjährige Krieg wüteten in Cottbus ebenso wie anderen Ortes. Wirtschaftlichen Aufschwung brachten die Hugenotten, die 1701 in der Stadt eine französische Kolonie gründeten. Sie brachten neues Handwerk mit, wie die Seidenspinnerei, Strumpfwirkerei und Tabakherstellung. Im 19. und 20. Jahrhundert wurden die Braunkohlelager in der Gegend erschlossen und spielten eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben der Stadt.

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Der Spremberger Turm, das Wahrzeichen von Cottbus

Zu den bedeutensten Sehenswürdigkeiten von Cottbus zählt die Oberkirche St. Nikolai am Markt der Altstadt. Die dreischiffige Hallenkirche aus rotem Backstein wurde im 15. und 16. Jahrhundert errichtet, ein Teil des Turmes stammt aus dem 12. Jahrhundert. Besonders auffällig sind die zweigeschossigen Anbauten mit weißverzierten Giebeln. Das alte Elektrizitätswerk von 1903 am Spreeufer, ein bauliches Kunstwerk mit Türmchen und Zinnen. Am Altmarkt beeindruckt die weithin geschlossene Bebauung. Stattliche Bürgerhäuser mit reichem barocken Fassadenschmuck harmonieren mit schlichten Traufenhäusern. Viele der Häuser mit aufwendig gestalteten Giebeln sind liebevoll renoviert. Im Haus mit dem goldenen Löwen befindet sich seit 1573 die Löwen-Apotheke. Seit 1989 beherbergen die Räume das Niederlausitzer Apothekenmuseum. Am Markt wurde 1991 der Marktbrunnen mit Darstellungen aus der Cottbuser Stadtgeschichte aufgestellt. Das Staatstheater, 1908 eröffnet, ist ein Meisterwerk des Jugendstils. Vom 1290 gegründeten Franziskanerkloster ist als einziges Bauwerk die Klosterkirche erhalten geblieben. Reste der Stadtmauer sowie einige Türme sind von der einstigen Stadtbefestigung erhalten, so der Münz-, der Mauer- sowie der Spremberger Turm, der als das Wahrzeichen der Stadt gilt. Der Spremberger Turm steht am Eingang zur Fußgängerzone Spremberger Straße. Hier befindet sich auch das Landesmuseum für zeitgenössische Kunst.

Auffallend für den Besucher hier in Cottbus, wie auch im nahe gelegenen Spreewald sind die zweisprachigen Schilder. In dieser Region und im Osten Sachsens leben seit anderthalb Jahrtausenden die Sorben bzw. Wenden, die zum slawischen Volksstamm zählen. Sie wurden und werden durch die Landesverfassung geschützt und ihre einzigartige Kultur gefördert und gepflegt, wie das Wendische Museum und das Sorbische Gymnasium in Cottbus belegen.

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Das alte Elektrizitätswerk