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Spreewald Geschichte

Geschichte:
Der innere Spreewald war vor wenigen Jahrhunderten noch ein sumpfiges, urwaldähnliches Gebiet und die Besiedlung begann relativ spät.
Auf den Schwemminseln - auch Kaupen genannt - wurden Gehöfte errichtet, der Wald gerodet und in fruchtbare Wiesen und Ackerflächen umgewandelt. Die Wenden, in der Niederlausitz schon seit dem 6. Jahrhundert ansässig, verloren 963 ihre politische Freiheit. Abgeschieden im Innern des Spreewaldes konnten Sie ihre Kultur bewahren und pflegen. Um die Fließe auch in Trockenzeiten befahren zu können, wurden zahlreiche Wehre und Schleusen errichtet. Einige Dörfer konnten nur auf dem Wasserwege erreicht werden und der flache Kahn war bzw. ist mancherorts noch das einzige Transportmittel.

Die Wenden in der Niederlausitz

Um 500 wanderten die Wenden, westslawische Bauern und Fischer aus den jetzigen Gebieten um Weißrussland stammend, in die Niederlausitz ein. Unter Heinrich I. wurde 932 die Stammesfeste Liubusua erobert. Die einzelnen wendischen Stämme konnten der feindlichen Übermacht nicht standhalten und verloren in der Niederlausitz 963 entgültig ihre politische Freiheit.

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Wenden auch als Sorben bezeichnet, diese siedelten jedoch in der Oberlausitz. Obwohl die Wenden und die Sorben ihrer Herkunft nach aus dem slawischen Raum stammen, so gibt es doch kulturelle, sprachliche und religiöse Unterschiede.
Zu DDR-Zeiten und auch in der jüngsten Vergangenheit wird das wendische Brauchtum und die Sprache gepflegt. So trifft man in der Niederlausitz auf zweisprachige Ortsschilder.
Die traditionelle wendische Tracht (sogen. Spreewaldtracht), wie sie bei Volksfesten und anderen Gelegenheiten getragen wird, ist eine Festtagstracht, die wahrscheinlich aus einer Arbeitstracht hervorging, wie sie jedoch kaum noch getragen wird.

      

Im Spreewald wurde und wird das Brauchtum und die alten Traditionen vielerorts von jung und alt gepflegt.