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Naturpark Dahme-Heideseen


Das Naturschutzgebiet Groß Schauener Seenkette im östlichen Teil des Naturparks Dahme-Heideseen.
Blick vom 10 Meter hohen Aussichtsturm am Ende des Naturlehrpfades
Am Teupitzer See
Ansicht vom Teupitzer See

Der Naturpark Dahme-Heideseen liegt ca. 30 km südöstlich von Berlin. Er beginnt ab Königs Wusterhausen, Bestensee und reicht bis zum Unterspreewald. Im Westen schließt er Teupitz und den Teupitzer See mit ein und östlich reicht der Naturpark bis Storkow und Wendisch-Rietz.

Der Naturpark setzt sich aus drei sehr unterschiedlichen Landschaftsregionen zusammen. Der Nordteil ist ein Stück des "Hohen Teltow", ein hoch gelegenes Flachland mit tundraähnlicher Landschaft, spärlichem Bewuchs, flachen Moore und tiefen Gewässern. Im Süden liegt das Teupitzer Schenkenländchen, eine hügelig sandige Landschaft, die von der Teupitzer Seenrinne durchzogen wird. Die Notteniederung mit ihren Wiesen trennt den nördlichen und südlichen Teil. Der Ostteil gehört zum Storkower Land.

Menschliche Siedlungen sind hier schon vor 7000 Jahren nachweisbar und die Funde aus dieser Zeit im "Museum des Teltow" in Wünsdorf zu besichtigen. Die bedeutendste Ausgrabung einer germanischen Dorfsiedlung hat um 1940 bei Kablow stattgefunden. In Klein Köris ist heute eine kleinere Ausgrabung zu besichtigen.
Im 13. Jahrhundert kam es in dieser Gegend zu Interessenkonflikten zwischen den Askaniern, den Erzbischöfen von Magdeburg und den wettinischen Markgrafen der Lausitz. Die Askanier gingen letztendlich als Sieger hervor.

Weite Teile des Landes wurden mit deutschen Bauern besiedelt, neue Dörfer gegründet in denen Germanen und Slawen friedlich nebeneinander wohnten und Burgen zum Schutz errichtet. (z.B. in Königs Wusterhausen oder Storkow).
Seit Jahren ist die gesamte Region eines der beliebtesten Ausflugsziele und mit seinen ca. 100 Seen ein Dorado für Naturfreunde, Wassersportler und Wanderer. Seit 1998 gibt es den Naturpark "Dahme-Heideseen-Gebiet". Er umfasst eine Fläche von ca. 600 qkm, 3 große Landschaftsschutzgebiete und 19 Naturschutzgebiete. Der Naturpark ist eine typische Jungmoränenlandschaft mit vielen Seen, Fließgewässern, Quellen, Mooren, Talsandebenen, Dünen, weiträumigen, unzersiedelten Waldgebieten (Kiefern, Eichenmischwälder, Erlenbruchwälder). In einigen Gebieten spürt man noch die Urwüchsigkeit dieser Gebiete. Andernorts sind durch menschliche Nutzung Wiesen und Allee entstanden. Die ursprüngliche Wald - und Sumpflandschaft hat sich hier zu einer offenen, reich gegliederten Kulturlandschaft entwickelt.

Ringelnatter im Naturschutzgebiet Groß Schauener Seenkette

Blick vom Aussichtsturm September 2004

Diese natürliche Landschaft bietet Lebensräume für viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Zum Beispiel für den vom Aussterben bedrohten Fischotter. Aber auch Rot-, Schwarzwild, Schlingnatter, See-, und Fischadler, Komorane, Reiher, Kraniche, Sumpfschildkröte oder der Walker - das Wappentier des Naturparkes Dahme-Heideseen - sind hier heimisch. In Prieros informiert ein Naturkundegarten über typische Lebensräume des Dahme-Heideseen-Gebietes. Auf den Seiten der Naturwacht erfahren Sie mehr zur Geschichte und zur geschützten Flora und Fauna des Naturparks.www.naturwacht.de
Aufnahmen in Dolgenbrodt bei Prieros - ein beliebtes Ausflugsgebiet insbesondere für Wassertouristen, Sepember 2004

Literatur:


 

Carsten Rasmus ,Bettina Klaehne : Wander- und Naturführer. Naturpark Dahme-Heideseen
Ausflüge zu Fuss und mit dem Rad zwischen Königs Wusterhausen, Storkow und Märkisch-Buchholz


JahreBuch 2001 - Natur- und Kulturdenkmale im Dahmeland
mit universalem Kalender und Denkmalverzeichnis

Dahme-Seen. Königs Wusterhausen, Teupitz, Rad-, Wander- & Gewässerkarte 1:35 000

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